Unsere Bibliothek

Herzlich willkommen in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn (EAB Paderborn) – einer kirchlichen Bibliothek mit rund 340.000 Bänden und umfangreichen historischen Beständen. Die EAB ist Bibliothek der Theologischen Fakultät Paderborn und Diözesanbibliothek für das Erzbistum Paderborn. 1896 gegründet, kann sie auf eine 120jährige Geschichte zurückblicken. Die besonderen Sammelgebiete der Bibliothek sind Katholische Theologie und Philosophie, Literatur zum Bistum bzw. (ab 1930) Erzbistum Paderborn und zur Diözesangeschichte, Westfalica und Hagiographie.

Zur Benutzung zugelassen ist jeder, der ein sachliches Interesse an den in ihr vorhandenen Büchern und Medien hat. Für die Nutzung von besonderen Beständen (Handschriften, Inkunabeln, Nachlässe, u.a.) wird um rechtzeitige vorherige Anmeldung gebeten.

Kontakt

Anschrift

Erzbischöfliche Akademische Bibliothek

Leostrasse 21

D-33098 Paderborn

Telefon

Sekretariat +49 (5251) 2904 – 80

Ausleihe +49 (5251) 2904 – 88

Information +49 (5251) 2904 – 86 bzw. 88

Fernleihe +49 (5251) 2904 – 88

Telefax: +49(0)5251 / 28 02 10

Email: info@eab-paderborn.de

Ansprechpartner

Leitung

Prof. Dr. Hans-Walter Stork

Tel. 05251 / 290-416

E-Mail: hans-walter.stork@eab-paderborn.de

Sekretariat

Elisabeth Kappius

Tel. 05251 / 290-480

E-Mail: info@eab-paderborn.de

Ausleihe / Fernleihe

Birgit Poggenpohl

Tel. 05251 / 290-480

E-Mail: ausleihe@eab-paderborn.de

Digitale Bibliothek

Kornelia Weidner

Tel. 05251 / 290-489

E-Mail:

Erwerbung (Kauf)

Birgit Büssemeier

Tel. 05251 / 290-487

E-Mail:

Erwerbung (Geschenk, Tausch)

Kornelia Weidner

Tel. 05251 / 290-480

E-Mail:

Katalogisierung

Andrea Hilleke

Tel. 05251 / 290-486

E-Mail:

Sonja Siebers

Tel. 05251 / 290-486

E-Mail:

Lesesaal

Birgit Büssemeier

Tel. 05251 / 290-487

E-Mail:

Zeitschriften

Birgit Büssemeier

Tel. 05251 / 290-487

E-Mail: info@eab-paderborn.de

Einband- und Signierstelle

Gabriele Batke

Tel. 05251 / 290-485

E-Mail: info@eab-paderborn.de

Magazindienst

Gabriele Batke

Tel. 05251 / 290-485

E-Mail: info@eab-paderborn.de

Buchbinderei

Margarete Frye

Tel. 05251 / 290-482

Glanz & Service

Gabriele Höschen

Anfahrt

Die EAB Paderborn befindet sich im Süden der Stadt. Anfahrt über Leostrasse 21. Parkplätze innerhalb des Geländes von der Zufahrt aus rechts neben der Bibliothek vorhanden.

Öffnungszeiten

Mo – Fr 9.00-12.30 Uhr und 14.30 bis 18.00 Uhr.

An Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Geschichte der EAB Paderborn

Bevor die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek (EAB) vor rund 125 Jahren in Erscheinung trat, gab es in Paderborn bereits eine lange Bibliothekstradition: Sie begann mit der der Bibliothek von Domkloster und Domschule. Bald nach der Gründung der Benediktinerabtei Abdinghof im Jahre 1015 ist auch hier eine Bibliothek nachzuweisen. Die Kollegbibliothek der Jesuiten (ab 1604) kam hinzu, als deren Universitätsbibliothek. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde diese zur Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Lehranstalt und des Gymnasiums Theodorianum. Sie diente ab 1803 auch als Sammelstelle von Büchern aus den säkularisierten Klöstern des Paderborner Landes.

Die Institution „Akademische Bibliothek“ ist ein Ergebnis des Kulturkampfes (1874-1887). Die bis dahin bestehende Zusammenarbeit zwischen dem staatlichen Gymnasium und der kirchlichen Lehranstalt für die Priesterausbildung auf bibliothekarischem Gebiet konnte in der alten Form nicht weitergeführt werden, da sich der Staat weigerte, die für die Priesterausbildung notwendige Literatur zu beschaffen. Als 1887 der Lehrbetrieb durch die Lehranstalt – nunmehr „Philosophisch-Theologische Akademie“ genannt – nach einer 14-jährigen Schliessung wieder aufgenommen werden konnte, sahen sich die Professoren genötigt, aus eigenen Mitteln Bücher anzuschaffen. Dadurch entstand mehr durch kontinuierliche Entwicklung als durch Gründung eine Bibliothek, die „Akademische Bibliothek“, d.h. zur Akademie gehörig, genannt wurde. Die ersten Statuten erliess der Bischof im Jahr 1896. Diese Bibliothek wurde in den folgenden Jahren relativ professionell eingerichtet. Im Jahre 1913 waren die Bestände auf 35.000 Bände angewachsen, es wurde ein eigener Bibliotheksflügel an das Leokonvikt angebaut, der heutige Bibliotheksbau.

Im Jahr 1930 wurde das Bistum Paderborn zum Erzbistum erhoben, daher nannte sich auch die Bibliothek nunmehr Erzbischöfliche Akademische Bibliothek. Als gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im März 1945 fast ganz Paderborn durch einen alliierten Bombenangriff zerstört wurde, wurde die Hälfte des damals bereits auf 150.000 Bände angewachsenen Bestandes vernichtet, das Bibliotheksgebäude schwer beschädigt. Vollständig gerettet werden konnten lediglich die Archive, die Handschriften und nkunabeln und die Handschriften. Der Wiederaufbau war mühsam, und erst Anfang der Fünfziger Jahre konnte der Lesesaal wieder bezogen werden. Vorher jedoch hatte die Bibliothek als eine der ersten den auswärtigen Leihverkehr wieder aufgenommen, die Studenten am Ort wurden zum Teil noch aus den Depots, in die einige Bestandsteile ausgelagert worden waren, versorgt. Die zerstörten Bücher wurden, so weit es ging, aus Nachlässen ersetzt. Nach dem Wiederaufbau setzte eine kontinuierliche Entwicklung bis heute ein. Als letztes Datum ist das Jahr 1990 zu nennen, als die Automatisierung der Bibliothek begann mit der Katalogisierung der Neuerwerbungen. Heute dient die Bibliothek mit ihren mittlerweile rund 340.000 Bänden der Theologischen Fakultät Paderborn als Hochschulbibliothek und der Erzdiözese Paderborn als Diözesanbibliothek.

Publikationen über die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek

Karl Hengst: Zur Geschichte der Akademischen Bibliothek in Paderborn. In: Theologie und Glaube 80 (1990), S. 379-390.

Ein Jahrhundert Akademische Bibliothek Paderborn. Zur Geschichte des Buches in der Mitteldeutschen Kirchenprovinz. Mit einem Verzeichnis der mittelalterlichen Handschriften in Paderborn. Hg. von Karl Hengst. (Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz Bd. 10.) Paderborn 1996.

zu besonderen Beständen:

Ulrich Hinz: Die mittelalterlichen Handschriften in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn. Bemerkungen zur Erfassung und zum Bestand. In: Karl Hengst (Hg.): Ein Jahrhundert Akademische Bibliothek Paderborn: zur Geschichte des Buches in der mitteldeutschen Kirchenprovinz. Paderborn 1996, S. 77-91.

Ulrich Hinz: Verzeichnis der mittelalterlichen Handschriften in Paderborn. Ebd., S. 92-130.

Die Inkunabeln in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn. Matthias Hartig, Karl Hengst, Michael Reker, Hermann-Josef Schmalor. Wiesbaden 1993. (Nachtrag 1993-1998, als Manuskript)

Hermann-Josef Skutnik: Paderborn, Erzbischöfliche Akademische Bibliothek. In: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Bd. 4: Nordrhein-Westfalen. Teil 2. Hg. von Severin Corsten. Bearbeitet von Reinhard Feldmann. Hildesheim 1993, S. 259-267.

Förderverein der EAB Paderborn

Seit 1987 gibt es einen Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn e.V., der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bibliothek bei ihren Restaurierungsbemühungen und der Bestandspräsentation (Ausstellungen, Führungen, Publikationen etc.) zu unterstützen.

Hermann-Josef Schmalor: Der Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn e.V. (1987-2012). (Veröffentlichungen der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn Heft 6 [2., aktualisierte Auflage]. Paderborn 2012.